Konjunktur Wägetechnik

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Rekordniveau des Vorjahres kann nicht gehalten werden

Wägetechnik - Produktion
Mit einem Produktionsvolumen im Gegenwert von 1,1 Mrd. Euro in 2018 kann die Wägetechnik das im Vorjahr erreichte Rekordniveau nicht halten. Bei der Herstellung wägetechnischer Produkte muss, mit einem Minus von über 14 Prozent, eine deutliche Einbuße hingenommen werden.

Auftragseingang
Im Auftragseingang verzeichnen die Hersteller ebenfalls einen Rückgang. Das Auftragsvolumen verringert sich in 2018 um etwa 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Ergebnis trägt wesentlich die schwächelnde Inlandsnachfrage bei, die bereits zu Jahresbeginn deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegt und über das Berichtsjahr 2018 ein Minus von mehr als 8 Prozent verzeichnet. Die Bestellungen aus dem Ausland gehen ebenfalls zurück. Die Entwicklung verläuft in einzelnen Regionen aber durchaus unterschiedlich. Nachdem in 2017 die hohe Nachfrage aus den EURO-Partnerländern deutlich dominierte, trägt in 2018 insbesondere die Stabilität im Bereich der Nicht-Euroländer dazu bei, dass ein Gesamtergebnis mit einem gerade noch moderaten Minus von 3,9 Prozent für den Auftragseingang aus dem Ausland erreicht wird.

Export
Korrelierend zur Auftragsentwicklung kann das hohe Niveau des Vorjahres auch beim Export von Produkten der deutschen Wägetechnik nicht gehalten werden. Der Gesamtwert der Lieferungen in das Ausland geht in Summe um 4,2 Prozent zurück. Die Ausfuhren in die für die Wägetechnik wichtigste Exportregion, die EU-28, verringern sich sogar um 8,7 Prozent. Während Frankreich, als drittgrößter Einzelmarkt für die Wägetechnik, noch moderat abfällt (-5,2%), werden vor allem in den Niederlanden, als größtem Einzelabnehmer, deutlich weniger Produkte der deutschen Wägetechnik abgenommen. Hier muss ein erheblicher Rückgang von mehr als 27 Prozent konstatiert werden.

Positiv verläuft hingegen die Entwicklung auf dem US-amerikanische Markt. Die Ausfuhren in den zweitgrößten Einzelmarkt steigen in 2018 um mehr als 24 Prozent. Der chinesische Markt entwickelt sich ebenfalls sehr gut und legt im genannten Zeitraum deutlich zu (+18,2%). Das Gesamtvolumen der Exporte in das Land der Mitte erreicht jedoch nur in etwa die Hälfte der Lieferungen in die USA. Hinter Italien (+3,8%) belegt China aktuell den Platz 5 der wichtigsten Handelspartner für die deutsche Wägetechnik. Im Jahr 2018 wurden aus Deutschland wägetechnische Produkte in einem Gegenwert von ca. 734 Mio. Euro ausgeführt. Mit einem Welthandelsanteil von ca. 20 Prozent kann Deutschland erneut den zweiten Platz der größten Exportnationen der Wägetechnik verteidigen (China > 30%).

Wägetechnik - Ausblick
Die deutsche Wägetechnik verzeichnet im ersten Quartal 2019 in Summe einen weiteren, leichten Rückgang um insgesamt 2,3 Prozent im Auftragseingang. Während die Bestellungen aus dem Ausland das Niveau des Vorjahresquartals halten, geht der Bedarf im Inland nochmals um 6,6 Prozent zurück.

Für das laufende Jahr 2019 rechnet die Branche mehrheitlich mit einer im Wesentlichen konstanten Geschäftslage. Große dynamische Veränderungen werden weder für den inländischen noch in den internationalen Märkten erwartet. Auch für die Euro-Partnerländer, die in den Jahren 2017 und 2018 die Nachfrage dominiert haben, geht die Branche von einem gleichbleibenden Bedarf aus. Die Möglichkeit von Zuwächsen sehen die Hersteller vor allem im US-amerikanischen sowie auf dem chinesischen Markt. Allerdings sind hier auch die Unsicherheiten in Bezug auf das politische Umfeld besonders hoch (internationale Handelskonflikte), weshalb die weiteren Entwicklungen genau beobachtet werden müssen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet die deutsche Wägetechnik aber insgesamt mit einer Fortsetzung der Stabilisierung, die über das Gesamtjahr gesehen zu einem kleinen einstelligen Umsatzplus führen könnte.

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